Gelesen: „Ein Strandhaus für zwei“ von Leann Porter

Ein Strandhaus für zwei von Leann Porter ist ein fluffig-romantischer Sommer-Meeres-Roman und perfekt zum Abschalten und Treiben lassen.

Klappentext

Silas ist vom Pech verfolgt. Nach einem heftigen Streit mit seinem Freund darf er zwar im Ferienhaus eines Kumpels wohnen, doch dort ist er nicht allein: Thriller-Autor Daniel hat sich in das Strandhaus zurückgezogen, um in Ruhe schreiben zu können. Statt mit seiner Schreibblockade muss er sich jetzt mit Silas herumschlagen, dem tollpatschigen Hunderetter und Nichtschwimmer, der ihm schon bald den letzten Nerv raubt … und ihm mit seinem unwiderstehlichen Lachen und seinen waldhonigfarbenen Augen gehörig den Kopf verdreht.

Zum Buch

Perspektive: 3. Person; „Ein Strandhaus für zwei“ wird abwechselnd aus der Perspektive von Silas und Daniel erzählt.

Nachdem Silas von seinem Freund aus der gemeinsamen Wohnung geschmissen wurde, stellt ihm sein Kumpel für eine Woche ein Ferienhaus am Strand zur Verfügung, damit er etwas Abstand gewinnen kann. Nicht nur, dass es regnet, als Silas dort ankommt, er sich auf dem schlüpfrigen Bohlenweg erst mal langlegt und sich und seinen Koffer ruiniert – nein, das verdammte Strandhaus ist auch noch bewohnt. Und zwar von Daniel, der eigentlich eine Deadline für seinen neusten Thriller einzuhalten hat. Der braucht Ruhe und keine Ablenkung in Form eines liebenswert tollpatschigen Mannes, der ihn in aller Unschuld sofort um den kleinen Finger wickelt und es nicht einmal merkt.

Nachdem geklärt ist, dass Silas kein Penner ist, der Schutz vor Regen sucht, sondern dem gemeinsame Kumpel der beiden einen Fehler mit dem Verleihen des Strandhauses passiert ist, gestattet Daniel Silas großzügig, zumindest die Nacht über zu bleiben. Auf keinen Fall länger – Deadline und so, nech? In einem hat er recht, denn Silas hält ihn wirklich vom Schreiben ab. Aus der Nacht werden Tage, Schwimmunterricht, ein entzückender Hund … und als wäre das noch nicht genug, taucht nicht nur Daniels Affäre am Strandhaus auf.

„Ein Strandhaus für zwei“ lässt sich herrlich entspannend in einem Rutsch runterlesen. Silas ist tollpatschig, aber nicht nervig damit. Leann Porter schafft es, ihn einfach nur liebenswert darzustellen. Im Kontrast dazu scheint Daniel sicher und souverän zu sein – bis man in seiner Perspektive ist. Denn er ist wirklich von Anfang an hin und weg von Silas. Die Chemie zwischen den beiden stimmt von Anfang an, einfach herrlich.

Es gibt ein paar kleine Komplikationen, einen wirklich süßen Hund namens Captain Hook und sehr niedliches Umeinander-Schleichen der beiden. Ich habe den Roman sehr genossen.

Der Titel ist auch perfekt, selbst wenn das Strandhaus zwischendurch mal zum „Club der einsamen Herzen“ mutiert. *lol*  Armer, armer Daniel. So viel zu Ruhe und Entspannung für seinen Roman.

Die Figuren

Silas ist ein Tollpatsch, wie er im Buche steht, nimmt seine ungeschickte Ader aber nicht allzu quer, sondern scherzt auch damit herum – sehr erfrischend. Er ist ein absolute liebenswerter Kerl, offen, liebevoll, sanft und ein wenig naiv. Außerdem hält er sich für dick, was er auch von seinem Ex öfter mal unter die Nase gehalten bekommen hat. Er hat ein großes Herz, besonders auch für Tiere, da wundert es nicht, dass er den oben schon erwähnten Captain Hook am liebsten adoptieren möchte.

Daniel ist größer, breitschultriger, ernster. Ehemaliger Polizist und nun erfolgreicher Thriller-Autor und eigentlich gar nicht an einer neuen Beziehung interessiert. Er hat eine Sexaffäre für die körperlichen Bedürfnisse, und das reicht ihm vollkommen aus. Tja, bis dieser entzückende Mann mit den waldhonigfarbenen Augen vor ihm steht. Plötzlich ist alles nicht mehr wichtig – dass er eine Deadline hat, dass sie sich kaum kennen, dass Silas erst gerade aus einer Beziehung raus ist. Sein Kampf Romantik gegen Vernunft ist echt zauberhaft.

Die Nebenfiguren sind kurz und prägnant beschrieben, und auch wenn sie teilwese sehr kurz auftauchen, doch einprägsam beschrieben.

Sex & Romance im Strandhaus für zwei

Romantik gibt es jede Menge, ich hatte des Öfteren Zucker-Zerfließ-Anfälle, weil Daniel und Silas so süß umeinander rumschleichen. Küsse gibt es mehrere (Hach, und was für schöne!) und auch eine Sexszene.

Cover

Silas mit seinem Lockenschopf, Daniel mit dem rausgewachsenen Undercut – und das pinke Strandhaus. Passt.

Fazit

Das kommt jetzt nicht sehr überraschend – ich mochte den Roman sehr gerne; er ist eine entspannende, romantisch-leichte Ferien-Urlaubslektüre mit ein wenig prickelnder Erotik und sehr fürs Herz. <3 Das Happy End haben sich die beiden verdient.

Spoiler hinter dem Cut.

Also wie Silas und sein Ex sich zusammengerauft haben, überhaupt eine Beziehung zu führen, habe ich mich mehrfach gefragt. Das schrammte oft an verbalem Missbrauch vorbei, und zusammengepasst haben die echt nicht. Dafür ist Silas mit Daniel echt ein perfektes Match. Hach!

Und dass Captain Hook/Flecki bei ihnen bleiben kann, war auch was für mein rosarotes Herz! *schmilz*